Diese Politik wird allgemein als Reaktion auf China und als Versuch gewertet, die industrielle Basis des Kontinents zu stärken.

Canfin erklärte, dass die großen Fraktionen zwar in der China-Frage gespalten seien, sich jedoch ein eher hartes Konsensbild abzeichne. Diese Haltung finde Unterstützung quer durch das politische Spektrum, auch bei der extremen Linken und der extremen Rechten.

„Ich sage nicht, dass die Sache schon in trockenen Tüchern ist, aber ich glaube, wir können diesen Kampf im Parlament tatsächlich gewinnen“, fügte er hinzu.

Container am Terminal des Hafens von Nanjing in China. | CN-STR/AFP via Getty Images

Canfin warnte, dass die nationalen Regierungschefs – und nicht das Parlament – eher zu einem vorsichtigen Vorgehen neigen würden. Die EU-Regierungen versuchen beispielsweise, Teile des „Industrial Accelerator Act“ abzuschwächen, indem sie die „Made in Europe“-Bestimmungen auf Produkt-für-Produkt-Basis für Länder öffnen wollen, die Freihandels- oder Beschaffungsabkommen mit der EU geschlossen haben.

Er stellte jedoch fest, dass Deutschland, die größte Volkswirtschaft der Union, zunehmend zu einer härteren Linie tendiere, auch dank wachsender Unterstützung seitens des Mittelstands, der sich größtenteils aus kleinen und mittleren Unternehmen zusammensetzt, während große Konzerne weiterhin in China investiert bleiben.

„Die deutsche Regierung ist seit jeher der Ansicht, dass das, was gut für BMW, BASF und Mercedes ist, auch für alle anderen gut ist“, sagte Canfin. „Heute könnte dies infrage gestellt werden.“

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