Der ehemalige AfD-Chef Jörg Meuthen blickt in diesem Sommer-Spezial schonungslos auf seine Zeit an der Parteispitze zurück. Im Gespräch mit Pauline von Pezold und Frederik Schindler räumt er Fehler im Umgang mit dem radikalen Flügel ein. Die heutige AfD werde von einem völkisch-nationalistischen Kurs dominiert.

Meuthen bereut es heute, den extremen Parteiflügel um Björn Höcke anfangs als harmlose Folklore unterschätzt zu haben. Ein gemeinsamer Kurs mit Frauke Petry hätte die Partei damals in eine völlig andere Richtung lenken können. Stattdessen sei er damals rein taktische Allianzen mit den Radikalen eingegangen.

Die aktuellen Umfragehochs der Partei seien einzig der eklatanten Schwäche der etablierten Parteien geschuldet. Bei einer Regierungsübernahme in Sachsen-Anhalt würde sich die personell völlig blanke AfD jedoch schnell demaskieren. Die Partei habe schlicht nicht das Fachpersonal, um Ministerien zu führen.

„Inside AfD“ ist der POLITICO-Podcast über die umstrittenste Partei des Landes. Trotz Radikalisierung und Beobachtung durch den Verfassungsschutz wächst die AfD weiter. Wie ist das möglich? Was treibt ihre Anhänger, Strategen und Gegner an? Wie funktioniert das Innenleben der Partei? Und was bedeutet ihr Aufstieg für das politische System Deutschlands?

Antworten liefern immer mittwochs Pauline von Pezold von POLITICO und Frederik Schindler von WELT — unaufgeregt, aber kritisch.

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